Handel kämpft – Österreich rutscht im EU-Vergleich ab!

iföw-Analyse zeigt: Inflation über EU-Schnitt, nur mageres reales Wachstum, Jobverluste und steigende Arbeitslosigkeit – Entlastung und Reformtempo jetzt notwendig!

Der neue Bericht „Konjunktur im Handel 2025“ zeichnet ein klares Bild: Österreichs Handel kommt zwar nominell leicht ins Plus, real bleibt die Erholung jedoch schwach und im EU-Vergleich fällt der heimische Einzelhandel weiter zurück. Gleichzeitig belastet eine überdurchschnittliche Inflation die Kaufkraft, während Beschäftigung sinkt und Arbeitslosigkeit steigt.

Laut Analyse erreicht die Inflation 2025 im Jahresdurchschnitt 3,6 Prozent und liegt damit deutlich über dem EU-Schnitt (2,5 Prozent) sowie Deutschland (2,2 Prozent). Als Haupttreiber werden unter anderem Energiepreise sowie Preissteigerungen in Gastronomie/Hotellerie und beim Wohnen genannt. Der Handel erzielt zwischen Jänner und November 2025 ein nominelles Umsatzplus von 2,0 Prozent – real entspricht das lediglich 0,4 Prozent Wachstum. Im Einzelhandel beträgt das reale Plus 2025 nur 0,7 Prozent.

Besonders alarmierend ist der europäische Vergleich: Während der EU-Einzelhandel 2025 real um 2,3 Prozent und in Deutschland um 3,1 Prozent wächst, kommt Österreich nur auf 0,8 Prozent und rutscht im EU-Ranking auf Platz 22 ab. Parallel dazu verschärft sich die Lage am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Beschäftigten im Handel sinkt 2025 um 1,5 Prozent, die Arbeitslosigkeit steigt auf 47.199 (+9,6 Prozent) und die offenen Stellen gehen um 10,0 Prozent zurück.

„Wenn Österreich im Handel real kaum wächst, im EU-Vergleich zurückfällt und gleichzeitig Jobs verloren gehen, dann ist das kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von zu hoher Belastung, zu viel Bürokratie und zu wenig Reformtempo – Leistung muss sich wieder lohnen, und die Betriebe brauchen endlich spürbare Entlastung statt neuer Hürden“, stellt Silvia Hubmann, Bundesspartenobmann-Stv. Gewerbe und Handwerk, fest.