Österreichs Sozialversicherung ist zu einem unübersichtlichen und teuren System verkommen. Während Unternehmer hohe Beiträge zahlen müssen, sind die Leistungen oft unzureichend. Statt Sicherheit und Stabilität erleben Betriebe eine immer größere finanzielle Belastung durch steigende Lohnnebenkosten, überdimensionierte Verwaltungsapparate und unklare Zuständigkeiten.
Die Realität ist: Jeder Euro, den Betriebe und Arbeitnehmer in das System einzahlen, kommt nur teilweise dort an, wo er gebraucht wird. Der Rest versickert in Strukturen, Verwaltung und Doppelgleisigkeiten. Besonders für Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) und Kleinbetriebe ist die Sozialversicherung zu einer fast erdrückenden Pflichtlast geworden. Während große Konzerne sich teils durch Sondermodelle entziehen, tragen die Kleinen die Hauptlast.
Anstatt echte Reformen umzusetzen, setzt die Regierung auf Kosmetik: neue Umlagen, komplizierte Boni und ein undurchsichtiges Förderdickicht. Doch damit wird das System nicht gerechter, sondern noch bürokratischer. Wer in Österreich arbeitet und Leistung bringt, darf nicht dafür bestraft werden, dass er das Sozialversicherungssystem mitfinanziert.
Die Freiheitliche Wirtschaft setzt sich für eine Sozialversicherung ein, die Sicherheit gibt, aber nicht belastet. Effizienz, Fairness und Leistbarkeit müssen im Vordergrund stehen. Unternehmer dürfen nicht länger Melkkühe des Systems sein – sie brauchen Rahmenbedingungen, die Leistung belohnen und Betriebe stärken. Nur so wird die Sozialversicherung wieder zu dem, was sie sein soll: ein Schutznetz, das trägt, wenn es gebraucht wird.