Österreichische Unternehmen leiden nicht nur unter hohen Steuern und Bürokratie im Inland, sondern auch unter einer Sonderbelastung, die es so in kaum einem anderen EU-Land gibt: dem sogenannten Gold Plating. Dabei werden EU-Vorgaben von der österreichischen Politik nicht nur umgesetzt, sondern absichtlich verschärft. Was in Brüssel als Mindeststandard beschlossen wird, wird in Wien mit zusätzlichen Auflagen und Pflichten aufgebläht.
Die Folgen sind dramatisch: Während Betriebe in anderen Ländern mit einfachen Regeln arbeiten, müssen österreichische Unternehmer zusätzliche Formulare, Nachweise und Prüfungen erfüllen. Das kostet Zeit, Geld und Wettbewerbsfähigkeit. Besonders kleine und mittlere Unternehmen, die keine großen Rechts- oder Compliance-Abteilungen haben, werden dadurch massiv benachteiligt.
Statt den Standort zu schützen, schwächt die Regierung die Betriebe. Österreich verliert Aufträge an Nachbarländer, Produktionen werden verlagert und Investitionen bleiben aus. In einer Zeit, in der unser Land ohnehin unter Rezession, Rekordinsolvenzen und steigenden Kosten leidet, ist Gold Plating ein Standortkiller.
Die Freiheitliche Wirtschaft kämpft für ein Österreich, das Betriebe stärkt statt schwächt. Gold Plating ist ein hausgemachtes Problem und eine selbst auferlegte Strafe für unsere Wirtschaft. Wir wollen Regeln mit Hausverstand, gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa und einen Standort, der Investitionen anzieht, statt sie zu vertreiben.